Die Produkte dieser Firmen und damit den Geist der Zeit, die Begeisterung für die aufkommende Motorisierung und Mobilität, sowie das damit verbundene Design und die Handwerkskunst, gilt es als technisches Kulturgut zu erhalten.
Technikgeschichte sollte nicht nur ausgestellt werden, sie muss erlebt werden. Unser Ziel ist es deshalb in den Räumen der Stiftung Technikkultur OWL mehr als ein Technik- oder Motorradmuseum zu schaffen. Wir wollen einen Treffpunkt schaffen, an dem Technik vergangener Zeiten betrieben, restauriert und diskutiert wird und an dem sich Menschen in der gemeinsamen Ausübung ihrer Technikleidenschaft gegenseitig ergänzen und austauschen.
Der Motorveteranen Sport Club Herford hat in diesem Sinne in den vergangenen 10 Jahren am Standort Waldfrieden bereits einiges erreicht. Der Stifter und der Vorstand der Stiftung möchten mit der Gründung der Stiftung und der damit verbundenen langfristigen Sicherung der nötigen Gebäude für diese Aufgabe ihren Beitrag zur Erhaltung des technischen Kulturgutes unserer Heimat leisten.

Stiftung Technikkultur OWL • Weidenkamp 1 • 32049 Herford • Telefon: (05221) 996074
Stiftung
Ostwestfalen-Lippe, insbesondere der Raum um Bielefeld, war über Jahrzehnte ein Zentrum der Zweiradindustrie. Bereits ab 1901 wurden bei Dürkopp in Bielefeld Motorräder gebaut. Über 70 verschiedene Hersteller gab es in der Folgezeit im Raum OWL, die sich mit der Fertigung von Motorrädern und Verbrennungsmotoren als Antriebsmaschinen befassten. Hierzu gehörten neben Firmen, die nach geringer Stückzahl die Produktion bereits wieder einstellten wie z. B. LWD (Lippische Werke Detmold) auch bekannte Marken wie Dürkopp, Miele,  Rabeneick und Rixe oder auch die Herforder Firma Motoren König, die den Herford Diesel herstellte.
Keine dieser Firmen stellt heute noch Motoren oder Fahrzeuge her. Die meisten sind verschwunden, andere haben sich rechtzeitig nach anderen Betätigungsfeldern umgesehen und stellen heute wie z. B.  die Firmen  Boge und Miele leistungsfähige technische Produktionsbetriebe dar.